Anzucht im Kaffee-Lexikon

Auf Grund, das eine Kaffeepflanze nach 20- 30 Jahren ihre meiste Kraft erschöpft hat bzw. bei Neuzüchtung erst nach ca. 3- 4 Jahren erntefertig und ertragreich ist, setzt dieses eine ständige Nachzucht voraus. Das trifft auf alle 500 Gattungen und sagenhafte 6000 Arten zu.

Die weitverbreitete Methode der Vermehrung ist die Anzucht durch die beiden Samenkörner. Also, der uns bekannten Kaffeebohne im ungerösteten Zustand. Durch das Pulping, das schonende entfernen des Fruchtfleisches der Kaffeekirsche werden die grünen Kerne gewonnen. Nachdem die Bohnen mit ihrer Pergamenthaut gründlich gespült worden erfolgt die Trocknung. Diese setzt eine gute Belüftung des Saatgutes voraus. Im Prinzip kann man sagen, das die Keimzeit aller Sorten recht kurz ist. Allerdings unterscheidet sich die Keimfreudigkeit der verschiedenen Sorten. So liegt die Keimfreudigkeit nach 8 Wochen bei den Sorten Robusta bei 75 % und Arabica bei 95 %.

Seltener ist die vegetative Vermehrung der Kaffeepflanze durch Stecklinge oder Absenker.

Der Kaffeebaum hat eine Art Pfahlwurzel. Das setzt an den Boden eine bestimmte dauerhafte Bodenfeuchtigkeit voraus. Darum eigenen sich die Hochebenen in verschiedenen tropischen Breitengraden am besten zum Anbau.

Wenn der Kaffeebaum ohne Zutun des Menschen wachsen könnte, so erreichte er nach Jahren je nach Art eine stattliche Höhe von 6 -15 m. Jedoch wird der Baum für den Plantagenbetrieb auf 2- 4 m zurückgeschnitten. So wächst er strauchartig und erleichtert den Ernteprozess erheblich.

Nach 3- 4 Jahren trägt die Kaffeepflanze ihre ersten ertragreichen Früchte. Dabei trägt der Kaffeebaum alle Fruchtformen. Von der Blüte bis hin zur reifen Kaffeekirsche.

Die durchschnittliche Ausbeute beträgt ca. 5 -8 Kilogramm Kaffeekirschen. Daraus gewinnt man ca. 2 Kilogramm Kaffeebohnen.


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