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Kaffeerost im Kaffee-Lexikon

Kaffeerost hat nichts mit Kaffeeröstung zu tun. Es ist eine Pflanzenkrankheit, die durch Pilzbefall hervorgerufen wird. Es ist ein Mikropilz namens Hemilia vastatrix. Wenn eine Kaffeeplantage durch den Pilz befallen wird, so muss man diese aufgeben. Kaffeerost führte im Jahre 1870 in Indien und Ceylon zu einen Totalverlust der Kaffeeernten. Das führte dazu, das der Teeanbau in diesen Ländern intensiviert und der Kaffeeanbau aufgegeben wurde. Denn Ceylon, das heutige Sri Lanka, war zur damaligen Zeit einer der größten Kaffeeexporteure der Welt. Innerhalb von 25 Jahren zerstörte der Kaffeerost ca. 160000 Hektar blühende Kaffeeplantagen.

Beim konventionellen Schutz der Kaffeepflanze werden heutzutage Fungizide eingesetzt. Das ist eine sehr effektive und wirksame Maßnahme, die jedoch sehr kostenintensiv ist. Beim biologischen Anbau des Kaffees werden jedoch diese Spritzmittel nicht eingesetzt. Man versucht den Kaffeerost mit alternativen mitteln zu bekämpfen. So achten die Biokaffee- Bauern auf die entsprechende Anbauhöhe. Durch diese Anbauhöhe kann man den Befall der Kaffeepflanzen durch die Mikropilze oder Schädlinge von Anfang an minimieren. Eine weitere Maßnahme ist die Auswahl von wiederstandsfähigen und robusten Kaffeesorten. Am meisten hat man mit dem Kaffeerost auf den Plantagen von Brasilien, Vietnam und Kolumbien zu kämpfen. Er ist dort sehr stark verbreitet. Forscher in der ganzen Welt, auch hier in Deutschland (Freyburg) suchen nach Lösungen, eine residente Pflanze gegen den Pilz oder weitere Bekämpfungsmethoden zu erarbeiten und zu entwickeln. Dabei werden die Gene des Wildkaffees aus Äthiopien keine unbedeutende Rolle spielen. Diese Sorten wachsen unter anderen Bedingungen auf. In Äthiopien wird der Kaffee nicht auf Großplantagen angebaut, sondern wächst unter natürlichen Bedingungen in den Bergregenwäldern.

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